Small Moss Machine

2013 | Kunst im Fluss | Schlei­den / DE
Ku­ra­tor: MAF Rä­der­scheid
Fotos: R.H.

Moss ma­chi­ne con­cept
Thought sket­ches. 2005
Mos­ses are sim­p­ly built - a bio­lo­gist would say. With 450 mil­li­on year old fos­sils, they are con­si­de­red to be the ol­dest land plants.

I can­not es­ca­pe the fa­s­ci­na­ti­on of this plant ... its fi­li­gree forms - like mi­nia­ture fo­rests with palm trees and the most ma­gi­cal green tones that shine far through the un­der­grow­th of the fo­rest.

In this cul­tu­ral space, moss vi­sua­li­zes the flow of time. Like a me­di­um, the pro­ces­su­al ad­he­res to it. Even child­ren re­co­gni­ze that so­me­thing has aged, has pas­sed away, when it starts mos­sing. Long be­fo­re decay or wea­the­ring draw their tra­ces, mos­ses cover all things that are left to them­sel­ves in the open; slow­ly, stea­di­ly, stea­di­ly..no mat­ter if trees, ruins or the gar­ba­ge se­cret­ly thrown away in the fo­rest.

In space, mos­ses be­ha­ve very un­u­sual­ly. Un­li­ke all other plants, they de­ve­lop or­de­red spi­rals and pat­terns in weight­less­ness.
- Mos­ses are usual­ly small and grow re­la­tive­ly slow­ly. The­re­fo­re they are weak in com­pe­ti­ti­on com­pa­red to the hig­her plants. They the­re­fo­re often move to lo­ca­ti­ons that can­not be co­lo­ni­zed by these plants: Rocks, bark and lea­ves as al­most nu­tri­ent-free ha­bi­tats, fo­rest soils as very dark ha­bi­tats and open and di­stur­bed ha­bi­tats.
- Mos­ses are sur­vi­val ar­tists. They grow even in polar re­gi­ons and hot de­serts. Some spe­cies ex­tract water from the air and can sur­vi­ve for many years in dry con­di­ti­ons.
- Mos­ses are among the few plants that do not have pa­ra­si­tes. Even if the moss cus­hi­ons for Eas­ter nests or the Christ­mas crib are full of crit­ters such as ants, small beet­les and worms....

And....of cour­se the bio­lo­gi­cal di­ver­si­ty of the mos­ses is very com­plex and ac­cor­ding to their pro­pa­ga­ti­on stra­te­gies -

Thus the moss ma­chi­ne is a scien­ti­fic aes­the­tic pa­ra­dox.

A pho­to­vol­taic sys­tem sup­plies the elec­tri­ci­ty for the pump, which trans­ports fresh water from the cour­se of the river into a sys­tem of com­mu­ni­ca­ting glass bas­ins...which sear­ches its way there. This is at least a good pre­re­qui­si­te...

A thun­der­storm let the river Olef rise - "No here is never again high water - since the gi­gan­tic dam was built" said the local peo­ple
Well ....

Kon­zept Moos­ma­schi­ne
Ge­dan­kenskiz­zen. 2005
Moose sind ein­fach ge­baut – würde ein Bio­lo­ge sagen. Sie gel­ten mit einem Nach­weis von 450 Mil­lio­nen Jahre alten Fos­si­li­en als die äl­tes­ten Land­pflan­zen.

Ich ver­mag es nicht, mich der Fas­zi­na­ti­on die­ses Ge­wäch­ses zu ent­zie­hen ..seine fi­li­gra­nen For­men –wie Mi­nia­tur­ur­wäl­der mit Pal­men und die ma­gischs­ten Grün­tö­ne die weit durch das Un­ter­holz leuch­ten

In un­se­rem Kul­tur­raum vi­sua­li­siert Moos den Fluss der Zeit. Wie ein Me­di­um haf­tet ihm das pro­zess­haf­te an. Sogar Kin­der er­ken­nen, dass etwas ge­al­tert, ver­gan­gen ist, wenn es Moos an­setzt. Lange bevor Zer­fall oder Ver­wit­te­rung ihre Spu­ren zeich­nen, über­zie­hen Moose alle Dinge, die im Frei­en sich selbst über­las­sen blei­ben; lang­sam, be­stän­dig, ste­tig. Gleich, ob Bäume, Rui­nen oder den heim­lich im Wald ver­brach­ten Müll.

Im Wel­traum ver­hal­ten sich Moose sehr un­ge­wöhn­lich. An­ders als alle an­de­ren Pflan­zen ent­wi­ckeln sie in der Schwe­re­lo­sig­keit ge­ord­ne­te Spi­ra­len und Mus­ter.
- Moose sind in der Regel klein und wach­sen re­la­tiv lang­sam. Daher sind sie im Ver­gleich zu den Hö­he­ren Pflan­zen kon­kur­renz­schwach. Sie wei­chen daher viel­fach auf Stand­orte aus, die von die­sen nicht be­sie­delt wer­den kön­nen: Fel­sen, Borke und Blät­ter als fast nähr­stoff­freie Stand­orte, Wald­bö­den als sehr dunkle Stand­orte sowie of­fe­ne und ge­stör­te Stand­orte.
- Moose sind Über­le­bens­künst­ler. Sie wach­sen selbst in Po­lar­re­gio­nen und hei­ßen Wüs­ten. Ei­ni­ge Arten ge­win­nen das Was­ser aus der Luft und bei Tro­cken­heit kön­nen sie viele Jahre über­ste­hen.
- Moose ge­hö­ren zu den we­ni­gen Pflan­zen die keine Pa­ra­si­ten haben. Auch wenn die Moos­pols­ter für Os­ter­nes­ter oder die Weih­nachtskrip­pe vol­ler Vie­cher wie Amei­sen, klei­ne Käfer und Wür­mer sind….

Und….na­tür­lich ist die bio­lo­gi­sche Viel­falt der Moose sehr viel­schich­tig und ent­spre­chend ihre Ver­meh­rungs­stra­te­gi­en –

So ist die Moos­ma­schi­ne ein wis­sen­schaft­lich- äs­the­ti­sches Pa­ra­do­xon.

Eine Fo­to­vol­taik­an­la­ge lie­fert den Strom für die Pumpe, die fri­sches Was­ser aus dem Fluss­lauf in ein Sys­tem von kom­mu­ni­zie­ren­den Glas­be­cken för­der­t…das dort sei­nen Weg sucht. Dies ist zu­min­dest eine gute Voraus­set­zung…

Ein Un­wet­ter ließ die Olef an­stei­gen- "Nein hier gibt es nie mehr Hoch­was­ser- seit dem gi­gan­ti­schen Stau­damm- " mein­ten die Leute vor Ort
Nun ja ….

Kunst im Fluss par­ti­ci­pa­ting Ar­tists:
Ul­ri­ke Ro­sen­bach, Karla Götze, Tho­mas Baum­gär­tel, Alex Rix, Chris­ti­ne San­te­ma, Hol­ger Ha­ge­dorn, Mar­tin Kä­tel­hön, Robin Hoff­mann, Vic­to­ria Abra­mo­va & Sa­bi­ne Al­bert, Tho­mas Klee­wisch, Peter Suß­ner, Soh­phie Urban, Mag­gie Töp­fer, Ro­chus Aust, Jörg Stra­we